ÜBER UNS

Die Aufsuchende Jugendarbeit im Landkreis Göttingen (AJ) entstand 1997 als Modellprojekt. Seit Beginn des Jahres 2000 existiert sie in ihrer derzeitigen Form als Bestandteil des kommunalen Kinder- und Jugendbüros des Jugendamtes des Landkreis Göttingen.

In den verschiedenen Gemeinden des Landkreises arbeiten wir mit verschiedensten Kooperationspartnern (Kinder- und Jugendbüros der Gemeinden, Vereine, Schulen etc.) zusammen.

Das Team der Aufsuchenden Jugendarbeit besteht aus sechs Mitarbeiter/-innen, die sich vier Vollzeitstellen teilen.

v.l. Florian Wode, Claudia Klingebiel, Silke Marhauer, Philipp Rösener, Sonja Schrader, Stefan Bayerl

Die AJ arbeitet derzeit mit drei geschlechterparitätisch besetzten Teams in den ehemaligen Altkreisen (Göttingen, Duderstadt, Hann. Münden), um sowohl geschlechtsspezifische Angebote gestalten, als auch gemischt-geschlechtliche Gruppen und Cliquen betreuen zu können.

 

Konzeptioneller Rahmen

Unser primäres Arbeitsfeld ist die Unterstützung, Förderung und Begleitung benachteiligter Mädchen und Jungen. Die Arbeit mit Cliquen und Gruppen bildet dabei einen Schwerpunkt.

Benachteiligung in diesem Sinne umfasst eingeschränkte Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten aufgrund des familiären, bildungs- und wohnumfeldbedingten Hintergrundes, aufgrund von Geschlecht, Abstammung oder Religion. 

Pädagogische Herangehensweise

In den mittlerweile 11 Jahren unseres Bestehens haben sich die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene deutlich verändert. Einhergehend mit den gesellschaftlichen und lebensweltlichen Veränderungen Jugendlicher hat die AJ immer wieder ihre Herangehensweise aktualisiert und mit den Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen abgeglichen.

Grundsätzlich arbeiten wir aufsuchend, geschlechtsbezogen, lebenswelt- und cliquenorientiert, akzeptierend und ressourcenorientiert, sowie präventiv und sozialraumorientiert. Dabei versuchen wir weitestgehend die Interessen der Jugendlichen zu vertreten und deren individuelle Hintergründe, Bedürfnisse und Interessen zu berücksichtigen und ernst zu nehmen. Eine kritische Thematisierung und Hinterfragung der eingespielten (Geschlechter-) Rollen und Verhaltensweisen flankiert diese Bemühungen.

 

Wir sind grundsätzlich ansprechbar,

wenn Sie Fragen zu Themen wie Gewalt, Rechtsextremismus, Drogenmissbrauch, Mobbing etc. unter Kindern und Jugendlichen haben.

Hierzu bieten wir an:

  • Vorträge und Seminare zu halten/anzubieten,
  • Multiplikator/-innen zu schulen,
  • In Krisensituationen zu intervenieren,
  • Eltern zu informieren,
  • Vermittlungsprozesse zu moderieren.
  • Für Jugendliche, bzw. Cliquen bei akuten oder länger andauernden Konfliktsituationen, wie z. B. Mobbing, Schulden und Gewalterfahrung.
  • Wenn Kinder und Jugendliche wiederholt auffällig geworden sind und es zu vermehrten Konflikten im Gemeinwesen kommt.
  • Wenn Jugendliche bzw. Ortsratsvertreter/-innen nach Möglichkeiten suchen, einen angemessenen Treffpunkt zu finden.
  • Wenn es zu schwerwiegenden Problemen mit/zwischen Kindern und Jugendlichen in einer Schule oder Klasse kommt.
  • Wenn ein bestehender oder neu gegründeter Runder Tisch oder ein Präventionsprojekt Fragen zu kinder- und jugendrelevanten Themen hat.
 

Ziele

Unsere Ziele im Rahmen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind u. a.:

  • Entwicklung positiver Selbstwahrnehmung und Selbstbilder
  • Entwicklung und Stärkung der Alltagskompetenz der Kinder und Jugendlichen
  • Abbau (struktureller) Benachteiligung
  • Gewalt- und Konfliktprävention
  • Förderung des sozialen Lernens/sozialer Kompetenz
  • Förderung der Bereitschaft zu weltanschaulicher Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen.